Eine kleine Abhandlung über den Siebenstern

Der Siebenstern ist ein gedrechselter Holzleuchter. Er wird auch heute noch in Handarbeit hergestellt. Früher einmal wurde er ausschließlich aus weißen Holzarten gedrechselt. Er besteht aus einer konischen Ständerstange mit einem runden Holzfuß, auf die in Abständen drei Querstangen gesteckt sind. Sieben Kerzen werden darauf gesteckt. Von oben gesehen bilden sie ein Sechseck um einen leuchtenden Mittelpunkt.

Alter und Herkunft des Siebensterns sind weitgehend ungeklärt. Sicher ist wohl nur, dass dieser Leuchter, wie auch alle anderen siebenflammigen Leuchter und Lichterpyramiden, auf die in aller Welt heilige Zahl Sieben zurückzuführen ist. Andererseits hatte das Licht in der Vorstellungswelt der Ahnen eine segenbringende Wirkung und war geeignet, die bösen Geister der Nacht zu vertreiben.

Es wurde auch lange nach Form und Herkunft dieses Leuchters geforscht. Woher kam sie? Volkskundler meinen, dass diese Form aus dem skandinavischen Raum stammt. Auch hier gibt es ähnliche Leuchter. Andere Spuren weisen auf ein Spielzeug hin, das im alemannischen Raum von den Kindern zum Aufbewahren ihrer gedrechselten und geschnitzten Holzfiguren benutzt wurde. Auch hier handelt es sich um einen mit drei Querstangen bestückten Ständer. Wirklich gesicherte Erkenntnisse über die genaue Herkunft oder das genaue Alter dieses Leuchters gibt es aber bis heute nicht.

In Bevensen wurde der Siebenstern vermutlich schon im 18. Jahrhundert – allerdings mit aus dünnen Brettchen geformten Querstangen – benutzt. Die heutige Form wurde wahrscheinlich von dem Bevenser Drechslermeister Schenk, dessen Drechslerei sich hinter der Kirche befand, entwickelt.

Seit dem Jahr 1842 wird der Siebenstern zur Christmette in die Bevenser Dreikönigskirche mitgenommen und dient während des Gottesdienstes als alleinige Lichtquelle.

In fast allen Bevenser Häusern wird der Siebenstern zu besonderen Festlichkeiten angezündet. So findet man ihn bei Verlobungen, Hochzeiten, Taufen und früher, als die Toten noch in den Häusern aufgebahrt wurden, stand er auch an den Särgen.

Viele Auswanderer aus Bevensen und Umgebung nahmen ihre Leuchter mit oder ließen sich einen Siebenstern nachschicken, um auch im Ausland während der Weihnachtszeit ein kleines Stück Heimat im Haus zu haben; ein Band, das die Erinnerung an die Heimat bewahrt.

Inzwischen ist dieser Leuchter auf fast allen Kontinenten der Erde zu finden.

Sämtliche hier angebotenen Siebensterne werden in einem Drechslereimeisterbetrieb aus edelsten Hölzern ausschließlich von Hand hergestellt. Leichte Abweichungen von einem zum anderen Stück sind deshalb möglich.

Die große Form des Bevenser Siebensterns